Beumer Group gewinnt ersten Platz beim Digital Champions Award 2020

Das Unternehmen von morgen gestalten

Der Digital Champions Award ist ein Preis, mit dem die Telekom und die Wirtschaftswoche die bedeutendsten Projekte mittelständischer Unternehmen prämieren

Die Beumer Group hat in diesem Jahr den ersten Platz beim Digital Champions Award erreicht - einem Preis, mit dem sich die Telekom und die Wirtschaftswoche zum Ziel gesetzt haben, die bedeutendsten Projekte mittelständischer Unternehmen zu prämieren und einer breiten Öffentlichkeit näherzubringen. Im Rahmen der Digital X, dem Digitalgipfel für Wirtschaft und Politik, wurden im November die Platzierungen verkündet - natürlich virtuell.

Was hat eigentlich Maschinen- und Anlagenbau mit Digitalisierung zu tun? „Enorm viel“, sagt Dr. Johannes Stemmer, der sich als Director Digital Transformation bei der Beumer Group mit diesem Thema beschäftigt. Das 85 Jahre junge Famlienunternehmen im südlichen Münsterland ist ein Lösungsanbieter in den Bereichen Fördern, Verladen, Palettieren, Verpacken, Sortieren und Verteilen. Weltweit sind rund 4.500 Mitarbeiter bei der Beumer Group beschäftigt, 1.000 allein am Hauptstandort Beckum. „Unsere Sortieranlagen waren unter anderem in der Musikindustrie für die CD- und DVD-Verteilung oder -Sortierung im Einsatz“, nennt er ein Beispiel. „Doch mittlerweile tragen wir unsere Songs auf dem Handy mit uns in der Hosentasche. Streamingdienste haben den Markt digital disruptiert.“ Ist Spotify also ein Wettbewerber zur Beumer Group? Auf eine gewisse Art und Weise schon. Aber nicht, weil Steamingdienste besonderes Know-how in der Logistik haben, sondern weil ihre Technologie dazu führt, dass unsere Maschinen in diesem Segment nicht mehr gebraucht werden. Auf diese Dinge wollen wir vorbereitet sein. Damit stellt sich die Frage: Wie lässt sich die eigene Kompetenz mit dem Thema Digitalisierung unter einen Hut bekommen?

Unter dem Motto „made different“ hat die Beumer Group zum einen die BG Evolution am Universitäts-Standort Dortmund gegründet. Diese Organisation verfolgt das Ziel, digitale Innovationen und neue Technolgoien in das Unternehmen zu tragen, um Kundenprobleme zu lösen: Das junge Team nimmt sich eines Kundenproblems an und entwickelt sogenannte Minimum Viable Products (MVPs) - das sind minimal ausgestattete Prototypen, die prüfen sollen, ob neue Technologien zur Lösung des Kundeproblems geignet sind. „Durch diesen Ansatz können wir schnell entscheiden, ob eine neue Technologie im konkreten Fall das Kundenproblem löst oder nicht.“ Zudem hat die BEUMER Group die Beam GmbH in Berlin ins Leben gerufen. „Mit unserem Company-Builder versuchen wir, einzigartige Probleme in der Logistik gemeinsam mit Gründerteams zu lösen“, erklärt Johannes Stemmer. „Dazu suchen wir talentierte Gründer, die mit uns als strategischen Partner gemeinsam neue Logistik-Start-ups bauen, um Kundenprobleme zu lösen und damit einen Beitrag zum Beumer Kerngeschäft von morgen zu leisten. So haben wir gemeinsam mit unserem Team in den vergangen 18 Monaten bisher vier neue Start-ups gründen können.“  So setzen sich die Start-ups zum Beispiel mit cloud-basierten Poolinglösungen für Ersatzteile (Sparrow), das automatische Weiterleiten von Gepäckstücken bei seperat gebuchten Flugreisen (Airsiders) oder Logistikschnittstellen von Händlern und Fulfillment Dienstleistern (Codept) auseinander. Johannes Stemmer ist von diesem Digitalisierungskonzept überzeugt: „Wir möchten uns diesen Themen aktiv widmen, um für unsere Kunden 85 Jahre Erfahrung mit neuen Technologien der Digitalisierung zu verbinden."
 

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