Currenta investiert knapp 40 Millionen Euro in zwei Elektrodenkessel am Standort Krefeld-Uerdingen

Nachhaltige Energie

Chemieparkbetreiber Currenta geht den nächsten Schritt in Richtung des nachhaltigen Chemparks

Gemeinsam mit den Partnern Bayer, Covestro und Lanxess hat Chemieparkbetreiber Currenta einen Investitionsvertrag zum Bau eines ersten Elektrodenkessels am Standort Krefeld-Uerdingen unterzeichnet. „ELUER 1“ soll mit einer Leistung von 60 Tonnen je Stunde Dampf für die Produktion der ansässigen Betriebe erzeugen. Da er mit Strom betrieben wird, kann der Dampf klimaneutral erzeugt werden. Ein zweiter Kessel für den Standort soll zeitnah folgen. Die Elektrodenkessel werden die heute vorhandenen Kohlekessel ersetzen - damit wird der Kohleausstieg für den Uerdinger Standort konkret. Für beide Kessel gemeinsam ist ein Investitionsvolumen von knapp 40 Millionen Euro avisiert.

„Wir reden nicht nur, wir machen. Unser Weg ist klar: Wir wollen Europas nachhaltigen Chemiepark gestalten“, so Currenta-COO (Chief Operating Officer) Hans Gennen. „Gleichzeitig ist dies auch ein wichtiges Bekenntnis zum Standort. Krefeld-Uerdingen spielt eine wichtige Rolle in unserer Verbundstrategie. In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten für die Chemieindustrie ist es beachtlich, dass wir dieses Commitment gemeinsam eingehen - mit unseren Partnern Bayer, Covestro und Lanxess und unserem Eigentümer Macquarie Asset Management. Ich danke allen Beteiligten für dieses klare Zeichen.“

Dampf ist an einem Verbundstandort eines der zentralen Elemente der Energieversorgung. Über das Rohrleitungsnetz versorgt Currenta die ansässigen Betriebe und Anlagen mit diesem wichtigen Produkt. Dampf wird vor allem benötigt, um verschiedene Produkte und Prozesse der Chempark-Partner mit Wärme zu versorgen. Krefeld-Uerdingen komplettiert damit das Bild der Chempark-Standorte. In Leverkusen und Dormagen ist jeweils ein Elektrodenkessel bereits in Betrieb, ein zweiter Kessel folgt in Dormagen Ende 2024. Weitere Investitionen, zum Beispiel in industrielle Wärmepumpen und Wasserstoff, werden folgen, damit verbunden auch der Einstieg in ein zukunftsfähiges CO2-Management.